Treppenlaufen als Wettkampfsport?!

Beim Thyssenkrupp Towerrun in Rottweil sind im September auch zwei DECATHLON Mitarbeiter an ihre Grenzen gegangen. Annina und Axel waren bei der Premiere des höchsten Treppenhaus-Laufs in Westeuropa dabei. In unserem Blog erzählen sie von ihren Erfahrungen. 

1.390 Stufen mit 232 Höhenmetern galt es zu erklimmen bis zum Ziel auf der Besucherplattform. Die vielen Stufen geschafft, wurden wir Teilnehmer mit einer atemberaubenden Aussicht über den Schwarzwald bis zu den Alpen bei traumhaft schönen Wetter belohnt. Der Testturm für Hochgeschwindigkeitsaufzüge wurde zwischen 2014 und 2017 gebaut und ist mit 246 m Höhe eines der höchsten Gebäude Deutschlands.

Höchster Treppenhaus-Lauf Westeuropas.

Kaum zu glauben, aber Treppenlaufen oder Towerrunning ist ein durch verschiedene nationale (Towerrunning Germany e. V.) und internationale Verbände bzw. Veranstaltungsreihen (Towerrunning World Accociation, Vertical World Circuit) organisierter Wettkampfsport, bei dem die Athleten einen Wolkenkratzer, Turm oder eine Treppe in freier Natur besteigen.

Treppenhaus-lauf: Das wie und warum?

Für uns bestand der Reiz vor allem in der neuen Herausforderung. Wir beide haben schon an vielen unterschiedlichen Laufwettbewerben teilgenommen – jedoch noch nie an einem Towerrun. Entsprechend überlegten wir uns erstmal eine Strategie und klärten hierfür folgende Fragen: Nehmen wir jede Stufe einzeln, das heißt laufen wir besser mit hoher Frequenz oder ist es cleverer nur jede zweite Stufe zu nehmen und dafür mehr Kraft einzusetzen? Sollen wir den Handlauf nutzen, um uns hochzuziehen? 

Kaum hatten wir uns unsere Strategie überlegt, ging es auch schon los.
Ich, Axel entschied mich dafür, direkt Vollgas zu geben und nahm zwei Stufen auf einmal. Musste aber feststellen, dass meine Kraft bereits nach kurzer Zeit aufgebraucht war und die letzten Stockwerke ein Kampf waren. Weiter habe ich den Handlauf zur Unterstützung genommen.

Unser Fazit: Die Anstrengung beim Treppenlaufen ist wirklich extrem. Die Beanspruchung der Bein- und Bauchmuskulatur ist um ein vielfaches höher als beim normalen Laufen. Wir bemerkten, dass bereits unmittelbar nach den ersten Stockwerken der Puls raste und die Muskeln brannten. Um es jedoch noch bis nach ganz oben zu schaffen, mobilisierten wir unsere letzten Kraftreserven und schafften es zur Zielgeraden.

Große Motivation im monotonen Treppenhaus ohne Fenster waren zum einen die Etagen- und Höhenmeterangaben, die angebrachten Motivationssprüche à la “Quäl dich, du Sau”  und vor allem die Anfeuerung durch die freiwilligen Helfer und Sanitäter.

Wir haben’s geschafft!

Annina erreichte nach 12 Minuten und 37 Sekunden die Zielmatte auf der Besucherplattform. Axel schaffte in 8 Minuten und 45 Sekunden sogar auf Anhieb eine Top Ten Platzierung im Gesamtklassement (9. Platz). Den beiden hat’s so gut gefallen, dass für 2019 weitere Treppenläufe geplant sind.

Es gab auch eine Kategorie für Feuerwehrleute, die mit 25 kg schwerer Ausrüstung, bestehend aus schwerer Schutzkleidung, Sauerstoffflaschen, Handschuhen und angelegtem Atemschutz das Treppenhaus rauf sind. Sie waren die eigentlichen Helden der rundum gelungenen Premiere des Thyssenkrupp Towerruns.

Wir sind definitiv nächstes Jahr wieder am Start und freuen uns schon auf die nächste Challenge.

Axel und Annina
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