Ein Blick hinter die Kulissen – Surfer Daniel beim TV-Spot-Dreh

„Surfen auf Mallorca?“

Diese Frage ging mir die ganze Zeit durch den Kopf, als ich die Zusage als Darsteller für unseren neusten TV-Spot bekommen habe. Als deutscher Wellenliebhaber kennt man viele verrückte Surfspots. So verschlägt es einen schon mal an die Ostsee, um auf den Bugwellen der großen Dänemark-Fähren zu gleiten. Oder auch nach München, um mitten im Englischen Garten auf einer Welle zu stehen. Den Drehort für eine große Werbekampagne, in der wir unter anderem die Wellenreitprodukte unserer Passion Brand OLAIAN präsentieren, habe ich mir jedoch anders vorgestellt. Aus diesem Grund bin ich skeptisch auf die eine der Balearen-Inseln gereist. Diese ist schließlich für vieles bekannt, aber nicht unbedingt für das Surfen.

Der schüchterne Sonnenaufgang

Da der Startschuss für den Dreh mit dem Sonnenaufgang fiel, hieß es für unsere Stand-Up-Paddle-Experten am ersten Tag früh aufstehen. Somit war das Produktionsteam bereits um fünf Uhr auf dem Weg nach Calla Llombads. Statt mit strahlendem Sonnenschein, wurde das Team jedoch von jeder Menge grauer Wolken begrüßt. Auch als die restlichen Statisten ein paar Stunden später am Drehort ankamen, schien die Sonne hinter den Wolken gefangen zu sein. Wie könnte man so eine Pause daher besser nutzen, als Interviews und Bildmaterial für unsere sozialen Medien zu sammeln? Somit sprangen wir schnell in unsere Wasserbekleidung, die wir am Tag zuvor bei der Anprobe ausgewählt hatten und anschließend ins Nasse. Ein schöner Badetag, der einem bei dem 14°C kalten Wasser trotzdem so einiges abverlangte. So fingen wir bereits nach wenigen Stunden an mit den Zähnen zu klappern und waren um jede Pause froh. In diesen wurden wir aber von mindestens drei Leuten mit Handtüchern und Bademänteln versorgt und warm gehalten.

Besserung in Aussicht – Jetzt geht’s los!

Unser Durchhaltevermögen wurde jedoch im Laufe des Tages mit Sonnenschein und türkisblauem Wasser belohnt. Damit konnten die wirklichen Dreharbeiten für den Werbespot also starten. Während unser Schwimmexperte André seine Bahnen durch die paradiesische Bucht zog und die Schnorchelexperten Moritz und Monique auf Fischsuche mit der Easybreath gingen, durfte ich mich für meine erste Szene im TV-Spot umziehen. Nachdem das Set über eine Stunde lang aufgebaut wurde, durfte ich einige Male ein Surfbrett aus einem Auto nehmen, bis der Regisseur „It’s a wrap!“ in sein Mikrofon schrie und somit den ersten Drehtag beendete.

Auch eine Filiale rückt in den Mittelpunkt

Am nächsten Tag drehten wir im DECATHLON-Store FAN Mallorca. Während wir in der Maske hübsch gemacht wurden und unsere DECATHLON-Westen anzogen, organisierte das lokale Produktionsteam alles im Store. Währenddessen wurde die Filiale drehfertig gemacht. Die spanischen Kommunikationsmittel wurden mit deutschen ersetzt und der Gang in das richtige Licht gesetzt. Wie am ersten Drehtag mussten wir nur wenige Male in die Kamera lächeln und die Bilder waren im Kasten.

Die große Überraschung

Auf dem Weg zu unserem letzten Drehort in Alcúdia unterhielt ich mich mit dem Fahrer – ein braun gebrannter Spanier mit langen Haaren und Tattoos auf den Armen. Dabei machte er mir Hoffnungen auf den bevorstehenden Dreh – denn es sollte Wellen geben! Das Unwetter, welches die Nacht über auf Mallorca geherrscht hatte, hatte Sturmwellen an der Nordküste produziert.  Nachdem ich das erfuhr, konnte es für mich nicht schnell genug nach Alcúdia gehen, um mich selbst von unserem Glück zu überzeugen.

Als wir am Drehort ankamen standen bereits Catering und Umkleiden für uns bereit. Viel Zeit blieben der anderen Surfexpertin und mir jedoch nicht. Denn auch das Produktionsteam hatte von den Wellen erfahren und wollte die Chance auf gute Bilder nicht verpassen. Die Stimmung war daher sehr gut, als wir in das türkisblaue Wasser mit kleinen Wellen blicken durften. Bevor das Kamerateam die teure Unterwasserkamera in Position bringen konnte, sprangen wir bereits ins Wasser, um die Qualität der Wellen zu testen.

Auf die Bretter, fertig, LOS!

Die Wassertemperatur war an der Nordseite von Mallorca zwar nicht wärmer als auf der Ostseite, aber durch die wärmende an  Sonne an diesem Tag viel angenehmer. Zudem durften wir uns mit jeder Menge Paddel-Action vor der Kamera warmhalten und die eine oder andere Welle surfen. Als die andere Surfexpertin Kim und ich aufrecht auf unseren Surfbrettern saßen, musste ich wieder an meine Zweifel vor den Dreharbeiten denken. Mit einem Lächeln im Gesicht schaute ich auf den Horizont des Balearen-Meeres. Die Frage, ob es sich gelohnt hat kann ich nun Gott sei Dank mit einem „Ja“ beantworten. Mallorca ist zwar nicht die Hochburg des Surfens, durch die richtigen Bedingungen besteht aber auch hier die Möglichkeit auf den Wellen zu tanzen. Auch wenn ich mehrere Stunden nur im Wasser paddel, reicht letztendlich eine gute Welle und ich habe ein Dauergrinsen im Gesicht.

Am Abend saßen wir glücklich und erschöpft in einer spanischen Tapasbar und tauschten uns über die drei Tage im Fernsehbusiness aus. Uns war allen bekannt, dass der Werbespotdreh anstrengend sein wird, aber statt in eine Rolle zu schlüpfen, durften wir vor der Kamera zeigen, was uns alle verbindet: die Leidenschaft zum Sport.

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