E-Bikes – was man über die Zweiradflitzer wissen sollte

9. April 2018  //    Kommentieren

Ich treffe mich zum Interview mit Daniela. Die 26-Jährige ist gelernte Zweiradmechanikerin und arbeitet jetzt schon fünf Jahre bei DECATHLON. Am liebsten fährt sie natürlich Rad auf ihrem aus den neunziger Jahren stammenden und selbst umgebauten Trekkingbike.

Heute soll es jedoch um ein anderes Thema gehen: E-Bikes!
E-Bikes werden immer populärer und beliebter. Daniela kann uns als Fahrrad-Expertin einiges an Insiderwissen und Tipps dazu geben.  

  • Unsere Radexpertin Daniela aus der Filiale Plochingen.

  • Seit neun Jahren in ihrem Beruf als Zweiradmechanikerin.

  • Daniela auf ihrem Trekkingbike.

  • Ihr Trekkingbike hat Daniela selbst aus einem aus den 90er stammenden Mountainbike umgebaut.

Wer braucht ein E-Bike und wofür?

Daniela, was hältst du selbst von E-Bikes?

Daniela: Ich liebe E-Bikes! Ich finde das ist eine geniale Idee und man kann enorm viel damit machen. Trotz allen Klischees ist E-Bike-fahren trotzdem Sport. Es ist nicht so, dass man sich aufs Rad setzt, ein paar Knöpfchen drückt und dann gibt das Gas. Man muss sich trotzdem bewegen.
Zum Einkaufen oder für den Arbeitsweg ist das beispielsweise super genial. Ich habe ein bisschen Bewegung vor der Arbeit und entspanne meinen Kopf auf dem Nachhauseweg, ohne direkt verschwitzt duschen zu müssen. E-Bikes sind nicht nur was für Omis und Opis. Jeder, ob alt oder jung, kann Spaß damit haben.

Gibt es verschiedene Typen von E-Bikes?

Daniela: Klar. Es gibt z.B. E-Mountainbikes. Die sind dann dafür gedacht Querfeldein zu fahren und damit ins Gelände zu gehen. Dann haben wir elektronische Trekkingräder, die eher für die Tourengänger gedacht sind, die etwas längere Strecken fahren möchten. Außerdem haben wir noch die City-E-Bikes. Die haben einen tiefen Einstieg und sind sehr bequem. In der Regel ist in diesen auch eine Nabenschaltung verbaut, die sehr leichtgängig ist. Das bedeutet, dass man hier auch im Stehen schalten kann. Wenn ich z.B. in der City an der roten Ampel stehe, muss ich nicht im sechsten Gang anfahren, sondern kann ganz bequem vorausfahren.

Welches ist das Richtige für mich?

Ich habe mich dafür entschieden mir ein E-Bike anzuschaffen.

Was muss ich beim Kauf denn jetzt beachten?

Daniela: Also erstmal muss einem natürlich klar, was es sein soll. Wenn ich den Fahrradtyp festgelegt habe, je nachdem, wo ich mit dem Fahrrad fahren möchte, kann ich mich langsam mit Themen wie Motor und Akku beschäftigen.

Vorne im Bild unser Riverside City Nexus 8 Active. Dahinter das Riverside 700 Sportperformance CX.

Wenn ich sehr viele Berge fahre, würde ich auf jeden Fall auf einen Mittelmotor setzen. Der Hinterradmotor schiebt zwar nach vorne, ist aber nicht ganz so kraftvoll wie der Mittelmotor, weil der Mittelpunkt und somit die Last einfach relativ weit hinten liegt. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, reicht mir der Hinterradmotor vollkommen aus. Frontmotoren sind meiner Meinung nach gefährlich und deshalb auch nicht mehr in unserem Sortiment, da sie einen leicht aus der Kurve werfen können.
Dann muss man sich noch für einen Motor entscheiden. Bei unseren Bosch-Motoren ist der CX-Motor mit 75 Newton/Meter Drehmoment am kraftvollsten. Danach kommt der Performance-Line-Motor mit 65-70 Newton/Meter. Der Active-Line ist demnach der schwächste und wird deshalb oft in City-E-Bikes verbaut.

Zum Schluss muss ich mir natürlich überlegen, wie viel Reichweite ich brauche. Bei unseren Rädern gibt es entweder 300er-, 400er- oder 500er-Akkus. Der 500er hat dementsprechend die höchste Reichweite.

Was ist ein Must-Have beim E-Bike?

Danieal: Also mein Must-Have sind auf jeden Fall hydraulische Bremsen. Es gibt schon günstige Räder, die mechanische Bremsen verbaut haben. Die sind von der Bremsleistung gut. Wenn ich aber wirklich viele Berge runterfahre, sind hydraulische Bremsen von der Bremsleistung besser und zuverlässiger.

 

  • Das Riverside 500 ist Daniela’s Liebling.

  • Das Riverside 500 hat beispielsweise einen BOSCH Performance Line Cruise 250 Watt-Motor verbaut.

  • Trotz seiner 24,5 Kilo Gewicht, ist die Siegerpose für Daniela kein Problem.

Wie gehe ich mit meinem E-Bike um?

Wie pflege ich mein E-Bike richtig?

Daniela: Also es muss natürlich sauber gehalten werden, dazu gehört vor allem die Kette. Ganz wichtig ist dabei, dass man nicht mit dem Hochdruckreiniger rangeht. Das macht jedes Fahrrad kaputt. Normales Abwaschen mit Regenwasser macht überhaupt nichts aus. Ich säubere die Kette gerne mit Bremsreiniger. Diesen sprühe ich auf die Kette und ziehe sie dann durch einen alten Lappen. Bei starken Verschmutzungen muss man eventuell mit der Bürste rangehen. Nach dem Putzen sollte man die Kette auf jeden Fall erneut ölen, damit sie nicht so schnell rostet. Dafür ist unser Fahrrad-Teflonöl 920 bestens geeignet. 

Ab und zu würde ich aus den Schaltröhrchen den ganzen Dreck mit einem Schraubenzieher oder etwas Ähnlichem rausholen. Bei Felgenbremsen erhört man die Leistung, wenn man ab und zu mal die Flanken außenrum säubert.

Hast du noch Tipps, wie man am schonendsten mit dem Akku umgeht?

Daniela: Grundsätzlich sollte der Akku in einem trockenen, zimmerwarmen Raum ohne flammbare Teile aufbewahrt werden. Außerdem sollte man ihn natürlich nicht fallen lassen. Wenn er sich in diesem Falle ausdehnt, darf man ihn auf keinen Fall mehr benutzen! So ein Akku kann auch mal gefährlich werden und anfangen zu brennen. Deshalb den Akku auf Autofahrten unbedingt abmachen.
Ganz wichtig ist natürlich noch die Einlagerung über längere Zeit. Der Akku sollte immer voll sein. Wenn der Akku sich komplett entleert, kann es sein, dass er sich selbst zerstört.

Warum ein E-Bike von DECATHLON?

 

Würdest du sagen: Umso höher der Preis, umso besser das E-Bike?

Daniela: Also es gibt genug Marken, da zahlt man teilweise echt nur den Namen. Bei uns ist es schon so, dass man nach dem Preis gehen kann. Wenn man also weiß, wofür man sein E-Bike verwenden möchte, kann man Geld sparen. Bei einem Citybike beispielsweise benötigt man einfach nicht den stärksten Motor.  


Wie läuft das mit der Garantie bei uns?

Daniela: Wir haben lebenslange Garantie auf den Rahmen, den Vorbau und Lenker. Zwei Jahre Garantie gibt es auf normale Teile außer Verschleißteile, wie Beläge, Kette, Reifen und Schläuche. Grundsätzlich haben wir ein 365-Tage Rückgaberecht. Sollte man also merken, dass der Fahrradtyp nichts für einen ist, die Motorisierung nicht den gedachten Ansprüchen genügt oder der Akku nicht reicht, kann man das E-Bike immer noch umtauschen oder das Geld zurück bekommen.
Im ersten Jahr nach dem Kauf kann man die kostenlose Erstinspektion in Anspruch nehmen. Das würde ich wirklich empfehlen, da sich Kette, Schaltung und Bremsen in den ersten Monaten eventuell ein bisschen verstellen. Das stellen wir dann so oft nach, bis es passt.

Als gelernte Zweiradmechanikerin mit neun Jahren Berufserfahrung kann ich sagen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis der E-Bikes bei DECATHLON wirklich klasse ist!  


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