„Lass mal das Polarlicht sehen!“ – Eine Entdeckungstour durch Island

27. Juni 2017  //    Kommentieren

„Lass mal das Polarlicht sehen!“ – Das war der Satz der alles ins Rollen brachte. Schon lange hatten unsere Kollegen Georg und Nora mit dem Gedanken gespielt, sich nach Island aufzumachen. Für die zwei Naturliebhaber war das Land des Feuer und Eises natürlich DAS Reiseziel schlechthin. Denn Island ist rein vulkanischen Ursprungs mit sehr kontrastreichen Landschaften. Die endlosen Lavafelder, Vulkane, Gletscher, Fjorde und die mächtigen Wasserfälle sind einmalig und überwältigen immer wieder viele Reisende. Anfang März machten sie sich dann gemeinsam auf den Weg, um diesen lang gehegten Traum zu verwirklichen. In diesem Artikel berichten sie euch was sie auf der Reise erlebt haben, wie sich ihre Ausrüstung geschlagen hat und wie viel Glück sie mit Aurora Borealis hatten.

0°, strahlender Sonnenschein

Georg und Nora im größten Gletscher Europas „Vatnajökull“

Die ersten drei Nächte haben wir in Höfn verbracht, von wo aus wir den östlichen Teil des Südens erkundet haben. Hier waren wir auch auf und im größten Gletscher Europas, dem sogenannten „Vatnajökull“. In den warmen Monaten wird er vom Schmelzwasser unterspült. So entsteht dann die schimmernde ‚Crystal Cave‘, die man im Winter (gemeinsam mit ganz vielen anderen Touris) besuchen kann. In dieser Gegend finden auch regelmäßig Dreharbeiten statt, in letzter Zeit vor allem für Game of Thrones 😉

Unsere „Sel“ und das Polarlicht

-8°, sternenklare Nacht

Von unserer kleinen Hütte ‚Sel‘ (das ist isländisch für ‚Hütte‘) aus haben wir einen Großteil unserer Ausflüge gestartet. Wir hatten uns als Reisezeitraum ganz bewusst für März entschieden, da zu dieser Zeit die Chance auf das Nordlicht „Aurora Borealis“, am größten ist. Und tatsächlich hatten wir direkt in der ersten Nacht schon Glück.

 

Der Geysir ist da!

-4°, strahlender Sonnenschein

Die Golden-Circle-Tour gehört bei einer Island-Reise einfach dazu. Hinter Reykjavik erstreckt sich eine der eindrucksvollsten Panoramastrecken Europas: vorbei an Vulkankratern, heißen Quellen und uralten Kulturgütern. Dabei liegen gleich drei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands auf dieser Route: der Nationalpark Thingvellir, der größte Wasserfall des Landes „Gullfoss“ und die die Geysire Strokkur und Geysir. Alle acht bis zwölf Minuten schießt hier heißes Wasser aus der Erde.

 

 

Die drei Trolle am schwarzen Strand

-4°, leicht bewölkt

Auf unserem Weg Richtung Osten sind wir auch an der Stadt Vík vorbei gekommen, die berühmt für ihren schwarzen Strand und die Felsformation vor der Küste ist. Laut einer isländischen Saga sind die Felsen drei Trolle, die ein in Seenot geratenes Schiff retten wollten, aber von der Sonne überrascht wurden.

 

An der Paradisarfellir

-3°, bewölkt

Island ist auch abseits der stark erschlossenen Sehenswürdigkeiten unglaublich beeindruckend. So wie an der ‚Paradisarfellir‘, der Paradieshöhle, die sich im Abhang eines Plateaus befindet.

 

Immer noch 0°, strahlender Sonnenschein

Nora auf dem Eisberg

Der Vatnajökull mündet in die größte Gletscherlagune Islands. Von dort aus treiben abgebrochene Eisberge ins Meer, wo sie von der Strömung wieder an Land gespült werden.

 

 

 

2°, ein bisschen was von allem

Weiter östlich von Höfn liegt die Landzunge ‚Vestrahorn‘. Hier haben wir endlich das Wetter kennen lernen dürfen für das Island im Frühjahr so bekannt ist: stürmischer Wind, Schnee, Regen, ein bisschen Sonne – herrlich! Es gibt halt einfach kein schlechtes Wetter.

2° leicht bewölkt

Olaf und das Polarlicht

Am Abend des letzten Tages haben wir die Blaue Lagune besucht. Da wir erst gegen 20 Uhr da waren, konnten wir unsere sechste und gleichzeitig die bekannteste heiße Quelle Islands recht entspannt genießen. Den krönenden Abschluss unserer Reise gab es aber dann am ‚Víkstrand‘, wo wir noch einmal das Polarlicht bewundern durften. Auf dem Bild seht ihr Olaf, unseren treuen Begleiter. Ein Mietwagen ist auf Island unerlässlich, um die unglaubliche Landschaft und Natur auch wirklich entdecken zu können. Vielleicht wäre im Winter ein Allrad-angetriebenes Auto vorteilhafter gewesen, aber der Gute hat uns in den 10 Tagen stolze 1970 Kilometer weit gebracht und wir sind nur einmal stecken geblieben.

0°, leicht bewölkt

Auf Island sind viele Straßen im Winter gesperrt, vor allem im Hochland. Wir haben trotzdem unser Glück versucht und sind fast bis nach Landmannalaugar im Herzen der Insel gekommen. Im Sommer muss diese schroffe, wilde Landschaft noch atemberaubender als im Winter sein.

 

2°, leicht bewölkt

Ganz in der Nähe des Eyjafjallajökull (mit ein bisschen Übung gar nicht so schwer) wartet der Wasserfall ‚Skógafoss‘ auf Fotografen. An seiner Kante beginnt ein Wanderweg, dem man im Sommer bis ins Hochland entlang des Flusses folgen kann.

 

2°, leicht bewölkt

Aptonia, B’Twin, Kipsta, Orao, Quechua, Simond und Wed‘ze auf einem Bild. Der Schriftzug auf der Hose ist uns erst beim Betrachten des Fotos aufgefallen. Da gönnt sich das Markenopfer Georg übrigens etwas Gletscherwasser auf dem Weg zur nächsten ‚heißen‘ Quelle. Die war leider nur lauwarm, weshalb Nora diesmal gleich ganz draußen geblieben ist. Georg hat sich danach noch mehr als sonst über seine warme Buchstabensuppe gefreut.

 

 

-4°, leicht bewölkt

Auf Island werden auch Freibäder mit thermaler Energie geheizt. Deshalb gibt es dort keine Winterpause und man kann auch bei Minusgraden im 25° warmen Freiluft- Schwimmbecken seine Bahnen ziehen. Das erste Schwimmbad Islands war die ‚Gamla Laugin‘, die ‚geheime Lagune‘. Heute ist sie zwar nicht mehr so geheim, aber der Boden ist immer noch sehr steinig. Deswegen raus aus den Bergsteigerklamotten und ab in die Tribord Aquaschuhe! Das Bild ist mit der G-Eye 1080 im wasserdichten Gehäuse entstanden, was super funktioniert hat. Nur leider vergisst man leicht, die Kamera nach dem Fotografieren wieder auszuschalten, was sehr zu Lasten des Akkus geht.

2°, leichter Schneeregen

Unser vierter Thermen-Ausflug hat uns zum knietiefen Bach Hveragerdi geführt. Schon auf dem Weg dahin war der Einfluss der Erdwärme zu sehen: Nora steht im Sommer, zwanzig Meter hinter ihr brodelt der Schwefelschlamm und außen herum herrscht tiefster Winter.

 

Die letzten beiden Tage haben wir dann in der nördlichsten Haupstadt der Welt verbracht. Reykjavik zählt 120 000 Einwohner (ohne Touristen) und bietet neben sehr schönen und sehr teuren Geschäften, viele Thermalbäder, ein schönes Opernhaus, eine Kirche, in der täglich kostenlose Orgelkonzerte stattfinden, auch kulinarisch alles was das Herz begehrt: fermentierten Hai (muss nicht noch mal sein), die besten Burger des Landes und fangfrischen Fisch (schon eher).

Ihr seht: Island wird dem Hype gerecht! Klar strömen jedes Jahr immer mehr Menschen auf die Insel. Aber dort gibt es so unglaublich viel Natur, dass sich jeder frei fühlen kann – wenn er das will. Wir hatten sehr viel Spaß auf unserer Abenteuertour und freuen uns darauf, die tollen Erfahrungen, die wir mit unserer Ausrüstung gesammelt haben, mit unseren Kunden zu teilen.


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