Mit Delphinen surfen – als Produkttester nach Südafrika

27. Mai 2017  //    Kommentieren
surfen

Unsere Surfexpertin Kim hatte die Chance, für Decathlon als Produkttesterin nach Südafrika zu reisen. Dort hat sie unsere neuen Produkte für die Kollektion 2018 ausgiebig getestet und Feedback gegeben. Wie sie zum Surfen kam und was sie sonst bei Decathlon macht, erzählt sie hier.

 

Surfen – einen Traum leben

Das erste mal Wellenreiten war ich vor sieben Jahren in Fuerte Ventura und seitdem war ich angefixt. Es verging kein Urlaub ohne Brett und nach dem Abi machte ich mich für eineinhalb Jahre in die Welt auf, um so viel zu surfen wie es nur ging. Ich konnte Indonesien, Costa Rica, Europa und viele weitere schöne Orte besurfen. Doch irgendwann musste ich „was Anständiges“ (Zitat meiner Mutter) machen.

water sports center tribord Hendaye

water sports center in Hendaye

So verschlug es mich zu Decathlon. Als dort dann bekannt wurde, dass ich gerne surfe, wurde mir angeboten deutsche Surfexpertin zu werden und unsere Mitarbeiter in diesem Bereich zu schulen. Natürlich konnte ich da nicht Nein sagen und so kam es, dass ich mit vier anderen Surfexperten zur Ausbildung in unser Watersportscenter in Hendaye geflogen bin. Seit dem biete ich Schulungen und Workshops für alle Mitarbeiter bei Decathlon an und habe zusätzlich noch die Position eines Markenbotschafters angenommen.

Howzit‘ Durban!

Vor ein paar Wochen kam der spontane Anruf aus Frankreich. Die Produktmanager für unsere Surfbekleidung wollten, dass ich mit einem anderen Tester nach Südafrika fliege und zwar gleich. Keine zwei Wochen später saß ich im Flieger nach Paris, um mich dort mit den Produktmanagern und dem Surfer zu treffen. Von dort aus ging es dann aus dem kalten Paris über Johannesburg ins warme Durban am Indischen Ozean.

Produkttester in SüdafrikaVor Ort haben wir uns an eine Surfschule gewandt und dort noch weitere Tester rekrutiert. Wir arbeiteten mit Shawn zusammen, der Leiter der Sufschule und der Rettungswache ist. Shawn ist, um ihn kurz zu beschreiben, ein richtig cooler Surf-Opa und wir verstanden uns super mit ihm. Er stellte uns zwei seiner Surfcoaches als Tester zur Verfügung. Am ersten offiziellen „Arbeitstag“ waren wir eine Gruppe von sechs Leuten. Ich konnte mein Glück kaum fassen, als wir zur ersten Session ins Wasser gingen und gleich bei der ersten Welle die Finne eines Delphine aufgetaucht ist. Mein einziger Gedanke war: „Ich arbeite gerade und surfe mit einem Delphin“.

The kooks are coming

Natürlich hatten wir, trotz aller Freude, einen straffen Zeitplan und die neuen Prototypen für die Saison 2018 mussten unter jeglichen Bedingungen getestet werden. So waren wir pro Session mindestens zwei Stunden im Wasser und danach hieß es eine Stunde debriefen. Wir teilten unsere Erfahrungen mit den Produktmanagern und gaben Tipps zur Optimierung der Produkte. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann mit neuem Outfit zurück ins Wasser.

Wir waren jedes Mal ein Hingucker an den örtlichen Spots und wurden auch gelegentlich von anderen Surfern belächelt. Wir sahen aus wie „kooks“, was abgemildert soviel bedeutet, wie blutige Anfänger. Doch spätestens nach der Session kamen viele von den anderen Surfer und zeigten Interesse an den Produkten. Über die Zeit wurde somit auch unsere kleine Testercrew immer größer! Nach der zweiten Session gab es dann wieder ein Debriefing. Abends waren alle so platt, dass wir fast ohnmächtig in die Betten fielen.

It ist freezing, bruh

Oberteil Thermo surfenAm vierten Tag fiel es mir das erste Mal schwer über zwei Stunden im Wasser zu bleiben. Die Temperaturen sanken von 26° auf 17° Grad und genau an diesem Tag sollte ich unsere dünne Leggings und das UV-Shirt testen. Die Tatsache, dass wir jeden Morgen um 5 Uhr aufgestanden sind und der Shorty, der mir am Vortag ein paar offene Stellen beschert hatte, die bei jedem aufsetzten auf das Brett tierisch brannten, erschwerten es ungemein. Außerdem muss ich gestehen, dass ich zusätzlich fiesen Muskelkater in den Armen hatte. Daher war das Paddeln ebenfalls etwas unangenehm. Doch nach einer Stunde im Wasser und eiskalten Wind kamen bombastische Wellen rein und jedes Jammern verflog. Nach eine unglaublich guten Session kam ich halberfroren aus dem Wasser. Selten in meinem Leben hatte ich mich so sehr auf eine heiße Dusche gefreut. Bevor wir dann wieder ins Wasser gegangen sind gab es noch eine Runde Beachvolleyball um sich wieder aufzuwärmen.

Time to say goodbye

Das Team dahinter war einfach spitze. Wir verstanden uns alle unglaublich gut und aus Kollegen wurden Freunde. Die Menschen in Durban unterstützten uns wo sie nur konnten und waren immer freundlich zu uns. Wir hatten nur eine Woche dort und die verging wie im Flug. Der Abschied ist mir besonders schwer gefallen, weil ich die Menschen in so kurzer Zeit sehr ins Herz geschlossen hatte. Die Erfahrung als Produkttester an so etwas teilhaben zu können ist unbezahlbar und ich bin mir sicher, dass die neue Kollektion rocken wird! Wir durften Designwünsche und Features miteinbringen und damit kann gewährleistet werden, dass es Produkte sind, die von Sportlern für Sportler gemacht sind!

Wenn ihr jetzt schon Lust aufs surfen bekommen habt und nicht bis zur neuen Kollektion im nächsten Jahr warten wollt, findet ihr das aktuelle Equipment in unserem Onlineshop.

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